 |
Esoterik
Die Lehre des – anfangs noch Verborgenen – nennt man Esoterik, wobei die Übersetzung aus den Altgriechischen „innerlich“ bedeutet. In die Esoterik fließt eine Reihe von verschiedenen so genannten Unterthemen mit hinein, es sei aber darauf hingewiesen, dass es sich hierbei um keinerlei Religionen handelt.
Hinweise besagen, dass der griechische Philosoph Pythagoras schon in der Antike die Wissenschaft der Esoterik lehrte. Er sprach von Reinkarnation der menschlichen Seele. Im Mittelalter dann wurden hauptsächlich in islamischen Gebieten und beim jüdischen Glauben die Lehren der Esoterik bewahrt. Es zeigt sich das die unterschiedlichen spirituellen Lehren doch eins miteinander verband: Der Glaub an etwas Höheres, an eine Macht, die größer und bedeutender ist, die viele Dinge auf Erden linkt. Die Magie des Mittelalters beschwor Dämonen und Engel, was auch von den Kirchen anerkannt war.
Etwas später in der frühen Neuzeit, als der Buchdruck dafür sorgte, dass mehr und mehr Menschen sich anhand von Büchern weiter bildeten, wurden auch die Lehren der Esoterik wieder mehr verbreitet. In viele Bereiche des Lebens floss mittlerweile die Esoterik hinein, so auch in die Kunst des Dichtens, denn in Werken von Goethe zum Beispiel findet man einige Dinge der Esoterik wieder. Aber ich in musikalischer Richtung wird man fündig, schaut man sich die Zauberflöte von Mozart an.
In der Moderne wurde unter anderem der Magnetismus ein weiteres Thema in der Esoterik, zumal man erkannt hatte, dass aufgrund magnetischer Strahlen auch Krankheiten geheilt werden konnten. Der Blick in die „übersinnliche Welt“ gelang gegen Ende des 18. Jahrhunderts, als sich hauptsächlich Damen in den so genannten magnetischen Schlaf versetzen ließen. Dies galt dann auch letztlich als Vorläufer der spiritistischen Sitzungen, bei denen man mit Hilfe eines „Mediums“ – einer weiteren Person – Kontakt zu Verstorbenen aufnehmen konnte.
Anfang des 20. Jahrhundert kam der wohl bekannteste Teil der Esoterik, die Astrologie. Astrologen konnten mit Hilfe der Sternenkonstellation nicht nur das Tierkreiszeichen eines Menschen bestimmen, sondern auch deren Aszendenten. Anhand dieser Informationen lässt sich schon bei der Geburt eines Menschen sagen, welche Grundwesenszüge ihn ausmachen werden.
Die Esoterik bekommt nun mehr und mehr einzelne Sparten hinzu, wie zum Beispiel das Kartenlesen. Hier nimmt der Esoteriker entweder einfache Skatkarten zu Hilfe oder er bedient sich der vielen verschieden Karten des Tarot. Beide Varianten fallen schon in die Richtung des Wahrsagens, zu der man auch das Lesen aus dem Kaffeesatz, das Handlesen oder das Lesen aus der Kristallkugel zählen kann. Aber auch die klassische Psychologie, die ja letztlich auch das Seelenleben ergründet, das nicht Greifbare, gehört zu den Lehren der Esoterik.
Wie in vielen Bereichen des Lebens gibt es natürlich auch hier Befürworter und Gegner. Die schärfsten Kritiker der Esoterik sind seit je her die Kirchen, da diese ganz klar schon im alten Testament jegliche Form der Magie verurteilten.
Zusammenfassend bleibt aber zu sagen, dass jeder für sich selber entscheiden sollte, welchen Wahrheitsgehalt die Lehre der Esoterik für ihn hat. Es mag durchaus sein, dass einige Zweige der Esoterik als „unglaublich“ erscheinen, aber bei einigen Zweigen erreicht man durchaus auch den so genannten „Aha-Effekt“, wenn sich Antworten auf Fragen gefunden, für die es vorher keine Erklärung gab. Menschen, die sich mit Esoterik beschäftigen, sind in keinem Fall oberflächlich, sondern interessieren sich für das Zwischenmenschliche, ja für den Menschen als Ganzes.
|
 |
|
 |